26. Mai 2012

I was memed, and I nearly missed it.

Posted in Second Life tagged , um 16:27 von SarahAndrea Royce

Right blogpost, wrong blog.

Richtiger Blogeintrag, falsches Blog, WordPress hat etwas umgestellt und schon kann man kaum noch zwei Blogs seperat betreiben. Der richtige Beitrag ist jedenfalls hier:

http://torturedprim.wordpress.com/2012/05/26/i-was-memed-and-i-nearly-missed-it/

8. September 2010

»Entspannen Sie sich. Ich werde Ihnen erklären, wie man reich wird.«

Posted in Second Life um 22:26 von SarahAndrea Royce

McCain in Eine Billion Dollar von Andreas Eschbach

Im Buch erklärt McCain der Hauptfigur die Hierarchie des Verdienens.

(1) Ganz am Anfang steht die „ehrliche Arbeit“.

(2) Etwas mehr verdienen die Facharbeiter, meist Dienstleister

Während ein Facharbeiter schon ganz gut verdienen kann, zum Beispiel wie ich in der Softwareentwicklung, kann er doch immer nur die eigene Arbeitskraft zu Markte tragen, und die eigene Zeit ist begrenzt.

(3) Diese Grenze durchbricht, wer Handel betreibt. Der Gewinn entsteht nicht mehr direkt durch die Arbeit, sondern durch die Marge und die Menge des Warenumschlags, und ist nicht direkt abhängig von der eigenen Arbeitszeit.

(4) Dennoch ist es noch immer nötig, eigene Arbeitsleistung einzubringen, es sei denn eine Person wird zum Unternehmer und bezahlt andere dafür, Arbeitsleistung zu erbringen.

Doch die wirkliche Freiheit, das leistungslose Einkommen, erziehlt nur wer
(5) Direkt mit Kapital handelt.

Als 2007 der Grosse Hype um Second Life war, wurde auch die Möglichkeit hochgelobt, in Second Life Geld zu verdienen. Es gibt eine eigene Währung, den Linden Dollar, der vor und zurück in andere Währungen getauscht werden kann, zu einem flexiblen Wechselkurs.

Viele Firmen sprangen dann auf den Zug auf, mussten unbedingt etwas in SL tun. Ob eine Werbetafel mit Link auf die Firmenhomepage oder virtuelle Verkaufsstände, alles wurde versucht. Und alles scheiterte. Woran? Im Gegensatz zu den schön präsentierten Zahlen gibt es bei weitem nicht genügend Bewohner. Seit 2007 hat es ungefähr doppelt so viele Benutzer, dennoch sind pro Tag nur etwa 50.000 bis 80.000 Bewohner angemeldet. Keine grosse Zielgruppe für reine Werbemassnahmen. Allerdings bedeutete ein Engagement in Second Life in dieser Zeit oft grosszügige Presseberichte.

Dennoch gibt es so eine Art Wirtschaftssystem und nicht Wenige holen aus Second Life ein kleines Nebeneinkommen. Ganz Wenige beziehen ihr Haupteinkommen daraus und ganz wenige, maximal Zehn, sind sogar wohlhabend geworden. Und bei den Einkommensmöglichkeiten dort zeigt sich McCains Hierarchie.

(1) Ganz unten stehen die ungelernten Arbeiten: Sitzen (Leute locken Leute an), Rollen wie Musiker oder Security spielen usw.
(2) Wer etwas länger im Spiel ist, und gute Erfahrungen hat, kann als Modell und vor allem im Dance und Escort Bereich etwas verdienen.
Aber all dies reicht eigentlich nur für lächerliche Einkommensbeträge, die meist noch im Centbereich sind, selbst da, wo „Escort“ zum Beispiel in Form von Voice in direkter Konkurrenz zum Reallife steht, mündet es nicht in vergleichbaren Einkommen. Dennoch gibt es einige, die sich mit dieser Facharbeit immerhin die Miete für ein wenig eigenes Land finanzieren.

(3) Handel zu betreiben ist Aufgrund der Inworld Regeln fast immer nur mit eigenen Produkten möglich, auch wenn einige sogenannte Vendoren erstellen, mit denen man Fremde Produkte in einem eigenen Laden (ein gemietetes Stück Land) anbieten, die eine Provision bei Kauf an den Besitzer weitergeben. Allerdings ist es Möglich, eigene Produkte im Onlineshop des Anbieters von Secondlife, XStreet einzustellen, ohne dass man Inworld (also in der virtuellen 3D Welt) einen eigenen Laden hat.

Allerdings unterscheidet sich der Handel mit eigenen Produkten hier etwas von seinem Realworld-Equivalent, weil man im Normalfall ein einmal erstelltes Produkt unendlich oft verkaufen lässt. Nicht Wenige haben sich so ein gutes Nebeneinkommen gesichert, auch wenn der Aufwandt meist dennoch nicht in einem wirklichen Verhältnis zur investierten Arbeitszeit steht. Es muss schon Leidenschaft für das Gestalten und Bauen dabei sein.

(4) Hier ist die Sache fast etwas umgekehrt, Unternehmer, also, Menschen die andere für sich arbeiten lassen, die Arbeitgeber für (1) und (2) also, verdienen selten viel. Das sind zum Beispiel Klubbetreiber oder Ladenbesitzer.

Wer „Inworld“ wirklich nennenswertes Geld verdienen will, muss mit Kapital handeln. In Form von Land oder Geld direkt. Und da findet man dann auch die wenigen „Berühmtheiten“, die so gerne als Vorzeigeerfolg genannt werden. Allen voran Anshe Chung.


Nachdem ich das alles so mal angeschaut hatte, merkte ich, dass (1) und (2) wirklich Unsinnig sind. Viele sehen Second Life als ein Spiel, und wenn sich doch der Wunsch einstellt, zu etwas Geld zu kommen (das eigentlich nur für sehr wenig Benötigt wird und man auch ganz gut ohne auskommen kann) arbeitet man Anfangs Stunden für umgerechnete Pfennigbeträge. Einmal die Gedankengrenze überwunden und Geld in Second Life eingezahlt, ist es allerdings wie im Real Life und man kann mit dem Geld, dass in SL selbst dann ungleich mehr Wert zu sein scheint, in Richtung der Investitionen erfordernden Einnahmequellen gehen. Und obwohl mir klar ist, dass es sich Finanziell kaum auszahlen wird, habe ich angefangen, Produkte herzustellen und über XStreet zu verkaufen. Zum Beispiel das Haar, dass ich oben Links trage oder Kleidung im unteren Bild, beides inspiert dirch die Nickelodeon Zeichentrickserie „Avatar, die Legende von Aang“. Doch dazu ein andermal mehr. Wer sich die Produkte „im Handel“ ansehen will, findet hier mein XStreet Händlerprofil:

https://www.xstreetsl.com/modules.php?name=Marketplace&MerchantID=915378

7. September 2010

Das gibt es noch?

Posted in Second Life um 12:57 von SarahAndrea Royce

Vor einiger Zeit bin ich in einem Chat auf eine Bekannte gestossen, die erzählte, dass sie Online sehr viel Zeit in Second Life verbringt. Mein erster Gedanke war: “Das gibt es noch?”. Second Life gibt es nun seit etwa 7 Jahren und 2007 entdeckten die Populärmedien das “Grid” und es kam zu einem gewaltigen Hype. Auch ich sah mir das damals kurz an, erstellte ein Account, und kam dann nie über die “Begrüssungsinsel” hinaus. Aus den Augen aus dem Sinn.

Jetzt hatte mich aber doch die Neugier gepackt, was macht man in Second Life, was gibt es da? Was ich mir zusammenreimte, war es letztlich sowas wie ein “gezuckerter Chat”. Statt einfach nur Textnachrichten auszutauschen, tat man das mit einem repräsentierenden Avatar in einer 3D Umgebung. Ich ging dann noch ein wenig durch das Internet auf der Suche nach der Antwort. Der Antwort auf die Frage, “Was macht man eigentlich in Second Life?”.

Ich stiess auf ein Blog, dass ein paar Empfehlungen abgab, allen voran Tanzen und dabei Chatten und Leute kennenlernen.

Nun ja, Chatten war ja auch irgendwie meine Idee und da ich in letzter Zeit fast nur in themenspeziefischen Chats und Foren unterwegs war, deren Diskussionen sich nicht selten im Kreis drehten. Ich wollte was neutrales, und da bot sich Second Life doch an?

Also ging ich ein weiteres mal durch den Anmeldeprozess mit der festen Absicht, nicht auf der Anfangsinsel hängen zu bleiben. Also Namen gewählt, Papagei geküsst und dann die Suche benutzt. Meine feste Absicht war es, eine Community zu finden, in der sich Leute aus der Real Life Nähe aufhalten. Leider war aber die Schweiz nur sehr enttäuschend vertreten. Die ETH Zürich hatte eine virtuele Präsenz, etwas das sich Basel nannte, gab es auch, nur hatte das nicht viel mehr mit Basel gemeinsam, als dass es da einen Zoo gab, und so suchte ich die deutschen Städte.

Ich besuchte New Berlin, Köln, die auch in SL ganz stolz auf ihren Dom sind, aber hängen geblieben bin ich in München. Vielleicht auch deshalb, weil ich dort auf eine Gruppe von Menschen traf, die “Party machten” – sprich, sie Tanzten, chatteten und mehr. Dort fand ich auch recht schnell hilfe bei den weiteren Details, die Second life mit seiner hohen Lernkurve bietet. Zum Beispiel schenkte mir eine der Anwesenden eine ganze Sammlung Haare(*) und eine sehr schöne Haut(*). Den mir ähnlicher gestalteten Avatar musste ich dafür leider noch einmal verändern. aber ich habe noch ein paar wesentliche Merkmale von mir übernommen. Tiefliegende Augen, hoher Abstand zwischen Mund und Nase z.B. Gerade letzteres ist spannend, weil mein Avatar nun ähnliche Probleme hat wie ich im realen Leben. Lächelt sie, wirkt es gekünstelt,und sie wirkt immer ein wenig schlecht gelaunt auf andere. Grössere Unterschiede sind aber:Sie ist schlang, hat schmale Schultern, einen dunklen Taint und Schwarze Haare. Ich würde sie am ehesten ein wenig nach Ägyptischer Herkunft verorten, trotzdem könnte sie meine jüngere, hübsche Schwester sein.

Vor lauter Lichteffekten sieht man die beiden Tänzer kaum noch. Vermutlich mussste in München ein Kraftwerk wegen Überlastung schliessen.

In München verbrachte ich dann auch tatsächlich viel Zeit, lernte die dortigen Stammbesucher kennen, begrüsste andere Neuankömmlinge – und hatte den ein oder anderen Flirt.


Hier beim Flirten und Schaukeln in einem Park in Steelhead Shanghai, einer Steampunk(*) Welt

Wer mich kennt, weis aber, dass mich das alleine Wohl nicht lange genug gehalten hätte. Wissensdurstig wie ich bin, geht es im nächsten Blogeintrag dann um das Thema Wirtschaft und Second Life, zu dem ja der Hype 2007 grosse Erwartungen geweckt hat.

Und derweil fragen mich viele, wenn ich ihnen von Second Life berichte: „Was, das gibts noch?“

Erklärungen:
Die Körperform (Shape) kann sehr individuell eingestellt werden, darüber wird eine Haut (Skin) gelegt, die bei besonders gelungenen Versionen meist von Fotos einer realen Person generiert werden. Die Shapes bieten auch Einstellmöglichkeiten für Haare, aber die daraus resultierenden Frisuren stellen die wenigsten zufrieden, und so gibt es ein reichhaltiges Angebot an „Perücken“.
Steampunk ist etwas schwerer zu erklären, auch darauf werde ich in einem späteren Post eingehen.