17. Oktober 2012

Nur ein wenig zum Ada Lovelace Tag

Posted in Fundstücke, Gesellschaft, Moderne Philosophie tagged , , um 12:52 von SarahAndrea Royce

Für einen ganzen Artikel fehlt mir die Zeit, auch wenn gestern viele Besucher gekommen sind, um meinen letzten Artikel zu lesen 🙂

Aber diesen Comic von Kate Beaton, den ich auf TheMarySue.com gefunden habe, und der wunderbar in die aktuelle Thematik passt, wollte ich euch nicht vorenthalten:

Image

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15. Oktober 2012

Pardon my geek

Posted in Gesellschaft tagged , , um 12:28 von SarahAndrea Royce

Ich musste jetzt auch mal eine Meme erstellen:


Kleiner Nachtrag: Wer kann alle Inspirationen nennen?

8. Oktober 2012

Geek Sisters: Mein Bekenntnis zum Geektum

Posted in Gesellschaft, Sarah tagged , , um 12:46 von SarahAndrea Royce

Das Blog Geek Sisters stellt die dreigeteilte Identitätsfrage; was macht dich zum Geek?

Hier meine Antworten:

1. Was macht Dich zum Geek?
Kannst Du programmieren, bist Du Trekkie, Star Wars Fan oder Filmfreak? Kannst Du Zurück in die Zukunft mitsprechen oder vertiefst Du Dich ohne Ende in die Bonsai-Zucht? Der Fanatasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wenn Du Dich als Geek verstehst, wirst Du Deine Gründe haben – und die wollen wir wissen.

Ähm ja, ich habe Basic gelernt, als ich ein Kind war. Einen Computer konnte sich meine allein erziehende Mutter nicht leisten und so bin ich jeden Tag in die nächste Stadt geradelt und habe dort auf einem ausgestellten Computer Basic gelernt. Als ich das Geld zusammen hatte, um mir einen C64 zu holen, war das erstmal noch ohne Datenträger. Jedesmal, wenn ich das Gerät anschaltete (und das war oft) musste ich selbst etwas Programmieren. Erst als später der Hype los ging, lernte ich den Brotkasten auch als Spiele-Computer kennen, als ein Freund mit seiner Datasette und Summergames vorbeikam.

Trekki? Nein, nicht so sehr. Andere Science Fiction und Fantasy Serien haben es mir mehr angetan, allen voran Babylon 5, Farscape, Avatar – die Legende von Aang und Legend of Korra, Game of Thrones, Once Upon a time, und, und, und … Ich liebe übrigens Bingeviewing, also ganze Serien am Stück anzugucken. Und ja, ich gucke Crimial Minds ab und zu wegen Kirsten Vangsness und NCIS wegen Pauley Perrette. Ich guck mir Comic Con Panels auf Youtube an *G* und das ich eine waschechte Whovian bin erkennt man schon daran, das mein Galaxy S3 10. Doctor -Tardis-Blau ist.

Zurück in die Zukunft? Andere Filme? Bücher? Klar die selben Präferenzen. Hogwarts, Dune, Mittelerde,   Darkover, Das Universum und der ganze Rest, bildet eine klare Foundation.

Dawn in Morrowind

Rollenspiele sind ganz klar mein Ding, derzeit verbringe ich viel Zeit in Tamriel, erst in der  Himmelsrand Region, und jetzt in Vvardenfell. Aber virtuelle Welten  müssen für mich kein Spiel sein.

Stepford, my oh my...

Hach, ich könnte noch so viel Schreiben, aber ich denke, ich beginne zu langweilen. Das einzige nerdtypische Medium, das ich gar nicht mag sind Comics.

2. Wie bist Du zum Geek geworden?
Sind Deine Eltern bereits absolute Freaks oder hat Dich eine Fernsehserie entscheidend geprägt? Hat Dich die PC-AG in der Schule auf den Pfad des Geektums geführt oder Deine Freunde aus der LAN-Gruppe?

Ich bin so geboren 😉 Meinen ersten Nerdgasm hatte ich schon lange, vorpupertär, beim schauen von Carl SagansUnser Cosmos„. Ich war ein Nerd, Jahrzehnte bevor ich den Begriff kennen gelernt habe.

3. Wie wirkt sich Dein Geektum auf Dein Leben aus?
Pflegst Du Deine geekigen Hobbys nur zuhause oder hast Du sie vielleicht sogar zum Beruf gemacht? Hast Du über einen geekigen Verein oder im Internet Deinen Partner kennengelernt oder hälst Du Dir nur eine Katze wegen der Katzenbilder im Netz?

Davon, Software zu gestalten, lebe ich seit mehr als einem Jahrzehnt, nachdem ich quer in die Programmierung eingestiegen bin. Neben dem ganzem Medienkonsum bin ich auch viel am Lernen zu Themen wie Psychologie, Kulturanthropologie, Neurologie, natürlich auch zu Computerthemen, und schreibe dann eigentlich auch ganz gerne darüber. Es hat auch mein Sozialleben entsprechend geprägt, da ich die meisten Leute über Beruf und Hobby kennen lerne.  Zwei Dinge, die sich eh nicht so recht trennen lassen bei mir 🙂 Ein Leben ohne Internet könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Das bedeutet aber nicht, das mein Leben nur im Internet statt findet…
Wonder after wonder after wonder
Meine liebste Art von Urlaub, ein gemietetes Cabrio und auf gehts, die Welt zu erkunden, das Bild oben zum Beispiel ist vom Arches National Park in Utah.

26. Mai 2012

I was memed, and I nearly missed it.

Posted in Second Life tagged , um 16:27 von SarahAndrea Royce

Right blogpost, wrong blog.

Richtiger Blogeintrag, falsches Blog, WordPress hat etwas umgestellt und schon kann man kaum noch zwei Blogs seperat betreiben. Der richtige Beitrag ist jedenfalls hier:

http://torturedprim.wordpress.com/2012/05/26/i-was-memed-and-i-nearly-missed-it/

23. Juli 2011

Harry Potter – Das Ende

Posted in Filme um 15:01 von SarahAndrea Royce

Vor ein paar Jahren stellte ich mich in aller frühe an eine gigantische Warteschlange in „aller Hergottsfrühe“ zusammen mit vielen anderen, meist jungen Lesern. Und als sich das Warten gelohnt hatte, war ich erst mal für eineinhalb Tage nicht ansprechbar. In dieser Zeit habe ich viele Taschentücher gebraucht. Keine Frage, das Buch, um das es ging, war der finale Teil von Harry Potter.

Die Verfilmung hinkte zwangsläufig etwas hinterher, und so waren mir dann ab dem 6. Teil die bevorstehenden Wendungen schon bekannt, aber darüber, wie sie umgesetzt wurden, kann ich mich letztlich erst jetzt, nach dem der 8. Teil (oder der zweite Teil des 7. Teils) wirklich äussern.

Ich glaube, Harry Potter ist irgendwo einmalig in der Geschichte einer verfilmten Buchreihe. Als die Verfilmung begann, waren die meisten Bücher noch gar nicht fertig, und die Autorin Joanne Rowling meinte, der Druck beim schreiben des letzten Buches war so immens, dass sie sich manchmal gewünscht hat, sie möge sich einen Arm brechen, nur um mal eine Pause zu bekommen.

Wir haben miterleben dürfen, wie aus den kleinen Schauspielern Erwachsene wurden genauso wie die Geschichte selbst mit den Figuren heran wuchs. Der 7./8. Teil ist alles andere als ein Werk für Kinder.

Wie sehr sich das alles von normalen Medienereignissen Unterscheidet, kommt am besten zur Geltung, wenn man sich die letzten Minuten der Vorpremierenfeier ansieht:

Ich glaube so emotional war noch keine Vorpremierenfeier, weder bei den Beteiligten, noch beim Publikum, das Joanne Rowling mit minutenlangem Dankes-Singsang unterbrach.

Aber ich wollte ja eine Kritik schreiben, und das bedeutet auch, ab hier beginnen die SPOILER.

Meiner Ansicht nach passierte schon im ersten Teil etwas, dass die Charakterisierung der Titelfigur etwas vom Film trennte. Im Buch bricht Harry im Showdown aufgrund der Schmerzen, die er mit Voldemort teilt, ohnmächtig zusammen. Sein Lehrer, der ihn Angriff, kam nicht durch irgendetwas, das Harry gemacht hat, um, sondern weil Voldemort, der mit ihm eine Art biologische Symbiose eingegangen war, sich von ihm trennte. Harry selbst bekommt davon gar nichts mehr mit, erst Dumbledore erklärt ihm (und uns Lesern), was während seiner Auszeit passiert ist.

Im Film dagegen wird aus dem Schmerzelement eine Versteinerung, und als Harry mitbekommt, dass er damit eine Waffe gegen Quirrel und Voldemort hat, setzt er sie auch ein, um zu töten. Diese Bereitschaft, Gewalt einzusetzen, unterscheidet den Film-Harry gewaltig vom Buch Harry, der ab dem Punkt, wo ihm die Prophezeiung bekannt ist (am Ende des fünften Teils) mächtig damit zu kämpfen hat, denn er versteht die Prophezeiung so, dass er Voldemort töten muss, um zu überleben. Das stellt sich am Ende des siebten Buches dann als erfreulicher Irrtum heraus. Voldemort schafft das schon ganz alleine 😉 Im Buch. Film Harry dagegen, ganz Action-Held statt Anti-Held, greift Voldemort bewusst an, fordert ihn heraus (die Szene kennt man ja auch als Nichtkinogänger schon aus der Werbung) und auch wenn die eigentliche Schlusszene sich sehr am Buch orientiert, wirkt es hier so, als hätte Harry den Zweikampf auch gewonnen, weil er eben letztlich der bessere war.
Und Action-Harry ist offensichtlich auch der perfekte Soldat, auch wenn ich es eher auf die mangelnden Schauspielkünste Daniel Radcliffes zurückführen würde. Als er durch Snapes Erinnerungen erfährt, dass er sich töten lassen muss, reagiert er im Film absolut unemotional, als ob er einfach einen Auftrag erhalten hat, den er nun ausführen muss.

Was hätte ein Schauspieler mit dem Talent von Snape-Darsteller Alan Rickman aus diesem Augenblick heraus holen können. Seine Darstellung in den letzten drei Filmen dieser vielschichtigen Figur war grandios. Man möge sich nur seine zitternden Lippen am Anfang des siebten Teils in Erinnerung rufen, als er, hilflos, da er ja seine Tarnung nicht auffliegen lassen konnte, zusehen musste, wie eine seiner Freundinnen eiskalt von Voldemort getötet wird. Eine Freundin, die ihn um Gnade anfleht.

Das Casting der jungen Schauspieler war vermutlich zu einem grossen Teil ein Glücksspiel, und eines, das grösstenteils glücklich endete, denn mit Ausnahme von Radcliffe, der allerdings ausgerechnet die Titelrolle hat, entpuppten sich die anderen als wirklich gut. Besonders Tom Felton (Draco Malfoy) glänzt, er bekommt im sechsten Teil viel Raum um sich zu beweisen.

Das Casting der Erwachsenen war lückenlos gut, auch wenn ich mir für Slughorn vielleicht einen etwas runderen Menschen gewünscht hätte. Richard Griffiths hätte gut gepasst, aber den kenne ich ja nun deshalb, weil er im Potterversum bereits eine andere Rolle inne hatte – als Vernon Dursley. Und Zeitweise wirkte er auch sehr Krank. In einem Teil sah er aus, als hätten sie in gerade aus einer Krebstherapie geholt und ihn gezwungen, seine fünf Minuten zu spielen, bevor er zusammenklappt.

Bei aller Kritik an Daniel Radcliffe bin ich froh, dass sie die Schauspieler nicht eingewechselt haben, auch nachdem es altermässig nicht mehr so ganz exakt gepasst hat. Auch Snape war im Grunde mit einem zu alten Schauspieler besetzt, aber bitte, ich würde niemand anders als Alan Rickman aka Hans „Jack“ Gruber (Stirb Langsam) aka Sheriff von Nottingham (Robin Hood mit Kevin Kostner) sehen wollen, er hat die Figur so gut verkörpert wie ich es mir bei niemand anderem Vorstellen könnte.

Neben Action-Harry war leider kein grosser Platz für andere Helden, während das Buch hier vielschichtiger ist.

Matthew Lewis als Neville Longbottom

Matthew Lewis als Neville Longbottom

Meiner Ansicht nach kommt insbesondere Neville Longbottom in der Verfilmung schlecht weg. Im Buch hat er seine eigene, bewegende Geschichte und ab dem 5. Teil macht er eine mächtige Entwicklung durch. Dass er Dumbledores Armee wiederweckt hat und in Hogwarts eine guerillataktikbasierte Rebellion anführt, dass er von Harry als Backup instruiert wird, was zu tun ist, falls seine anderen Freunde scheitern – und er letztlich auch tut, ganz anders und viel Heldenhafter als im Film. Das nicht viel gefehlt hat, und er wäre der „Auserwählte“ gewesen, das seine Eltern das schwerere Schicksal erlitten haben als Harrys, das geht alles unter.

Was mich die ganze Zeit gestört hat, war, dass die enge Verbindung zu Dumbledore als Mentor und auch ein wenig als Ersatzvater für Harry in den Filmen praktisch völlig aussen vor gelassen wurde, es wurde auch viel erklärt in den Gesprächen, wo der Zuschauer völlig allein gelassen wurde. Und die Dekonstruktion des idealisierten Bildes, das Harry von Dumbledore hatte und mit dem er nach seinem Tod zu kämpfen hatte. Bis zu dem Punkt wo er begreift, dass er von Dumbledore wie eine Schachfigur eingesetzt wurde. Dass der grosse Mentor, der Übermächtige, an einem gewissen Punkt sein Ende in der Geschichte finden muss, damit der Held auch auf sich alleine gestellt ist, dass kennt man aus zahllosen anderen Geschichten, man denke nur an den Herrn der Ringe und Gandalfs verschwinden. Aber diese Dekonstruktion ist wohl einmalig und bewegt auch den Leser.

Die Geschichte selbst wirkt teilweise wirklich wie eine Zusammenführung bekannter Geschichten, von klassischen Mythen, die die Figuren im Universum hergeben, über den Verlauf der Geschichte, der in vielen Bereichen an den „Herrn der Ringe“ erinnert. Bedauerlicherweise auch mit der selben Länge (Zweites Buch, Moor, Siebtes Buch, Wälder), bis hin zum christlichen Mythos der Wiederauferstehung. Lustig, das man hier noch nicht viel von Protesten amerikanischer Evangeliker hört. Aber diese Zutaten wurden so perfekt miteinander kombiniert, mit rasanten und eigenen Wendungen garniert, dass wirklich etwas eigenes dabei heraus gekommen ist.

Mir persönlich haben viele Ideen in den Verfilmungen gut gefallen, zum Beispiel wie Dumbledore Harry in einem U-Bahncaffee aufliest, wo er gerade mit einer Kellnerin geflirtet hat. Die erweiterte Actionszene mit dem Drachen – und das man die Knallrümpfigen Kröter im Wesentlichen herausgelassen hat, da bin ich auch nicht wirklich böse drüber 😉

Das Sterben allerdings, das wurde im Buch viel unverblümter und brutaler als im Film dargestellt, wo man die Toten einfach an einer Stelle vorgeführt bekommt. Hier ist das Buch sogar erwachsener als der Film.

Irgendwie hat es die Geschichte geschafft, uns Fans das Gefühl zu geben, Teil des ganzen zu sein und wäre ich bei der Vorpermiere dabei gewesen, ich hätte in die Dankesbekundungen der anderen Fans eingestimmt.

Hier noch etwas für die Fans von Allan Rickman:

1. Juli 2011

Google+ oder, ich habs befürchtet.

Posted in Politik um 12:51 von SarahAndrea Royce

Kaum ist Google+ verfügbar, stürzt sich alle Welt darauf. Einerseits bietet es eine gute Oberfläche, anderseits hat Facebook schon reichlich Leute verärgert mit laschem Datenschutz, strengen Verwertungspolicen und nicht zuletzt auch immer wieder Fehlerhafter Oberfläche.

Vertraue ich Google noch weniger als Facebook? Das ist gar nicht das Problem, ich traue beiden nicht sonderlich weit. Das Problem ist, dass Google jetzt schon Profildaten aus anderen, Google zugänglichen Quellen (und das sind so einige) auswertet, daraus ein Interessenprofil erstellt und z.B. Suchergebnisse diesen Anpasst.

Wer über Google etwas sucht, findet nur was er gerne Lesen, Hören, Sehen will, nicht was er Lesen, Hören, Sehen sollte. Es spiegelt gewissermassen eine heile Welt vor.

Also wird bereits jetzt Missbrauch mit den Daten betrieben, ganz ohne dass sie an andere Quellen weitergegeben werden, die man nicht so ganz im Sinne hatte, als man seine  virtuellen Spuren hinterliess. Speise ich Google+ mit den selben Daten wie Facebook, wird der Filter, den Google für mich aufbaut, immer enger. Und wie eng er bereits ist, konnte ich kürzlich feststellen, als ich mich mit einem Ausländer in Englisch unterhielt und er mir eine technische Frage zu einem meiner früheren Handys gestellt hatte. Statt dem gesuchten englischsprachigem Datenblatt bekam ich lauter deutschsprachige Testberichte zu dem Handy (das nebenbei bemerkt schon Jahrelang nicht mehr im Handel sein dürfte).

Ist das Zentrum meiner sozialen Netzaktivitäten bei Facebook, ist das ein anderer Datenpool, es wäre zwar für Google möglich diese Daten in Kontext zu ihren bisherigen zu bringen, aber nur mit einem hohen Aufwandt, der sich derzeit wohl eher nicht lohnt, wenn ich aber Google+ nutze, tut Google genau dass, was es am besten kann: Daten in Beziehung setzen und Auswerten – und nutzen.

Wenn ich im Internet nicht mehr die Informationen finde, an die ich nicht denke, oder die mir vielleicht unangemehm sind, laufe ich Blind durch die Gegend. Ein Ausweichen auf öffentliche Medien macht wenig Sinn, denn Recherche gibt es heute kaum noch, wer auch immer genügend öffentliches Interesse geniesst, steuert die Berichterstattung mit Pressemitteilung, die dann nur noch von der Redaktion „aufgehübscht“ wird. Meinungsneutral waren die öffentlichen Medien noch nie, gerade auch deshalb sind ja Blogs und ähnliche so erfolgreich. Da wurde schon so manche Medienente aufgedeckt. Wie zum Beispiel diese hier: http://badhairdaysandmore.blogspot.com/2010/06/vollig-verruckte-berichterstattung-dank.html

Ich empfinde das als eine sehr negative Entwicklung. Und Bing, die Suchmaschine von Microsoft, wollte ich eigentlich nicht benutzen (Google war nun mal gut) aber das bleibt wohl der letzte Ausweg.

3. März 2011

Empathie und Reverse Speech

Posted in Gesellschaft um 14:46 von SarahAndrea Royce

In den letzten Wochen habe ich mich aus verschiedenen Gründen intensiver mit dem Thema Empathie auseinander gesetzt. In verschiedenen Diskussionen ging es zum Beispiel darum, aus welchen Elementen Empathie besteht, ob bei schwächeren Instinkten abstrakt erlernte Gesichtsausdruckserkennung, wie bei “Lie to me”, auch zu Empathie gezählt wird und vieles mehr.

Ein paar spannende “Nebenschauplätze” möchte ich hier gerne einmal Vorstellen.

Der Erste ist die Serie “Lie to me”. Es geht um einen Anthropologen und Psychologen, der kulturübergreifende Emotionen studiert hat und nun sein Wissen als eine Art menschlicher Lügendetektor vermarktet. Eine seiner Angestellten gilt als Naturtalent, also eine Person, die eher Instinktiv sehr gut die Emotionen ihres Gegenübers einschätzen kann. Interessant ist, dass mir die Figur, Cal Lightman, erst einmal extrem Unsympathisch und vor allem sehr “kalt” vorkam. Das ständige, stets leicht überhebliche und triumphierende Entlarven von Gefühlen bei seinen Gesprächspartnern – er wirkte nicht wie jemand, mit dem man gerne mal “ein Bier trinken” möchte.
Kürzlich sah ich mir dann doch einmal die erste Staffel vollständig an und habe auch Appetit auf mehr bekommen. Und wie ich nun mal so bin, schaute ich auch auf die Wikipediaseite zur Serie. Dort erfuhr ich, dass die Figur auf einer realen Person basiert, Paul Ekman, der auch selbst an der Serie mitgewirkt hat. Er wird wegen seiner wissenschaftlichen Arbeit auch im Wikipediaartikel zu Empathie erwähnt. Wie Lightman ist er recht kommerziell interessiert wie man seiner Webseite entnehmen kann. Seine starke Beteiligung an der Serie ist dann sicher auch der Grund dafür, dass er ein Blog führt, in dem er “Lie to me” mit der wissenschaftlichen Realität vergleicht.

Ein interessantes Beispiel:
Lightman explains the tactic he has developed over the shows in the last season, which is to shake people up so they will forget to hide their emotions. The problem is that the emotions are probably a reaction to being shaken up not necessarily about whether or not they are lying. I take a completely different tack: establishing a confidential and accepting atmosphere with questions that invite people to tell their story. Once you get people talking they often say more than they intended to say. Our research found that the more words spoken the easier it was to detect lies.

Lightman erklärt die Taktik, die er über die Serie hinweg entwickelt hat in der letzten Staffel, die darin besteht, Leute aufzuwühlen so dass sie vergessen, ihre Emotionen zu verstecken. Das Problem ist, dass die Emotionen dann möglicherweise eine Reaktion auf das Aufwühlen sind und nicht notwendigerweise etwas damit zu tun haben, ob sie Lügen. Ich wähle eine ganz andere Taktik: Ich richte eine lockere und angenehme  Atmosphäre ein mit Fragen, die eine Person einladen, ihre Geschichte zu erzählen. Wenn die Leute erst einmal sprechen erzählen sie meist mehr, als sie vor hatten. Unsere Forschung fand heraus, dass je mehr Wörter gesprochen wurden, desto einfacher war es Lügen zu entdecken.

Das Zweite, das mir aufgefallen ist, ist das Empathie im instinktiven Sinn in den USA vielfach weniger Wissenschaftlich denn Esoterisch betrachtet wird.

Ich sehe da zwei Hintergründe. Noch immer stärkere patriarchale Strukturen und einen größeren Graben zwischen den Geschlechtern in USA, so dass eine Fähigkeit, die hauptsächlich Frauen in hohem Maße haben, nicht wirklich nachvollziehbar ist für die Mehrheit der Einflussreichen und natürlich spielt auch der  Nachhall der New Age Bewegung eine Rolle.

PS: Was da im Video gezeigt wird, bedingt neben einer starken Empathie auch noch die Eigenschaft Hochsensible Persönlichkeit (HSP) und während die genannten Dinge am Anfang noch belegbar sind, wird es gegen Ende (Heilen, Lügen immer detektieren) definitiv Esoterisch.

Und damit ist es auch eine gute Überleitung zu meinem dritten Thema, das auf den ersten Blick genauso Esoterisch wirkt:
Reverse Speech (Rückwärtige Sprache). Dabei geht es darum, das wir Menschen offensichtlich Gedankenfetzen rückwärts in unsere Sprache einbauen, die man durch rückwärtiges Anhören einer Aufnahme auch heraushören kann. Man nennt sie Reversale. Die Theorie kam bei Wissenschaftlern bislang nicht gut an, aber in Gegensatz zu anderen “Esoterischen” Themen kann man diese ja ganz einfach für sich überprüfen. Ich habe es gemacht und fand es faszinierend. Allerdings ist das schon eine ganze Weile her und ich kann da nur noch Anektoden liefern. Ganz deutlich war, dass es bei Menschen, die sich sehr aufs sprechen Konzentrieren, kaum bis gar keine Reversale gibt. Je aufgewühlter eine Person aber ist, desto mehr Reversale finden sich in der Sprache. Also greift hier die Lightman Methode eher als die von Ekman. Wenn ich anderen davon erzählte, waren sie meist Skeptisch und forderten Beweise, und ich nahm dann meist eine von ihnen vorgeschlagene Aufnahme und analysierte sie. Sehr zur Verblüffung der Herausforderer. Das geht im Grunde genommen schon mit dem “Audiorecorder” aus dem Windowszubehör, ich bevorzuge aber eine Soundstudiosoftware, mit der man auch die Tondatei etwas verlängern kann (dabei wird die Frequenz niedriger). Reversale sind etwas schneller als die gesprochene Sprache und einmal habe ich erlebt, dass eine Interviewpartnerin so viel Text unterbringen wollte, dass sie es nicht mehr schaffte. Der lange Satz blieb unbeendet.

Spannend war eine Analyse je einer Rede von Gerhard Schröder und Edmond Stoiber. Während ich bei ersterem nur viel darüber erfahren habe, wie er seine Außenwirkung steuert, er baut Sympathie zum Publikum auf, in dem er zum Beispiel autosuggestiv denkt: “Ich würde euch am liebsten zu einem Kaffee einladen” war Stoiber in seinen Reversalen (so nennt man diese Rückwärtssetze) genauso abgehakt und wirr, wie es seine Interviews nach Außen sind. Ein Reversal, ein einziges Wort, ist mir aber heute noch im Gedächtnis und ich bin froh, das Stoiber heute kein wichtiger Politiker mehr ist. Dieses Wort war: “Menschenjagd”.

Zwei andere besonders beeindruckende “Fälle” war einerseits die Presseerklärung eines Polizeichefs, in der es um einen Fahrerflüchtigen ging, der gerade ein Kind getötet hatte. Während vorwärts nur ein Satz gesprochen wurde, waren es Rückwärts gleich drei und darin waren auch mehr Informationen enthalten. Der Polizeichef war ganz offensichtlich sehr von der Sache betroffen. Der Andere betraf eigentlich nur ein einziges Reversal, ein einziges Wort. Was die Sache so beeindruckend machte, war, dass es vorwärts und Rückwärts abgespielt exakt das gleiche Wort war. Und nicht etwas sowas wie: “Lagerregal” oder ein phonetisches statt schriftliches Äquivalent. Das Wort war: “Kirche”. Drehen sie es in Gedanken mal um. Oder nehmen sie es schnell selbst auf und benutzen sie den “Audiorecorder” um es umzudrehen. Da kann eigentlich nichts auch rückwärts an Kirche erinnern.

Um es auf den Punkt zu bringen, ich selbst zweifle nicht an der Existenz der Reversale und hab das sogar gelegentlich eingesetzt, aber was ich viel spannender Finde, ist, dass unser Gehirn offensichtlich ganz selbstverständlich in der Lage ist, diese unbewusste Leistung zu erbringen. Aber gerade in Bezug auf Empathie und Lügen ergibt sich für mich auch eine spannende Frage:

Übersetzen wir es genauso unbewusst wieder zurück? Wissen wir viel mehr über unsere Gesprächspartner, als uns Bewusst ist?

Aber egal ob Ekman(/Lightman)-Methodik, natürliche Empathie oder Reversale, ohne Kontext kennen wir nicht die ganze Wahrheit. Seriencharakter Lightman betont das immer wieder, und der erste, der Reverse Speech professionell vermarktet, lehnte Beispielsweise einen potentiellen Investor ab, weil der in Reverse Speech sagte: “I’m so full of shit” (“Ich bin so voller Scheisse”). Dabei kann es ja einfach sein, dass er auf die Toilette musste?

22. Januar 2011

Meine 5 liebsten Autoverfolgungsjagden

Posted in Filme, Gesellschaft um 17:03 von SarahAndrea Royce

Ich bin beim Surfen über ein Blog/Onlinemagazin gestolpert in der jemand seine Lieblingsschiessereien auflistet. Dabei musste ich selbst an die dämlichste Schiesserei denken… die gleichzeitig in einer meiner Lieblingsautoverfolgungsjagden statt findet. Und so entstand die Idee, warum nicht selbst einen Blogbeitrag machen, indem ich meine fünf liebsten Autoverfolgungsjagden aufliste?

Auf Platz 5:

James Bond, “In tödlicher Mission“ (For Your Eyes Only).  Carole Bouquet und Roger Moore flüchten mit einem Citroen 2CV (Ente, Döschwo) und wechseln sich am Steuer ab. Bond will erst gar nicht einsteigen, aber ich denke am Schluss könnte er das Auto küssen (er flirtet dann aber doch lieber mit Melina)

Auf Platz 4:

Noch einmal Bond, Octopussy.
Roger Moore stielt einen Alpha GTV und wird von deutschen Polizisten verfolgt – es war die erste Verfolgungsjagd, bei der zumindest die Verfolger wirklich bewiesen haben, dass sie fahren können.

Keine Sorge, damit ist der Bondteil abgeschlossen.

Auf Platz 3:

„Auf dem Highway ist die Hölle los“ (Cannonball)
Adrienne Barbeau und Tara Buckman ärgern die Highway Patrol in einem schwarzen Lamborghini Countach. Schwarz… ein Countach in Schwarz? Mit einem hässlichen Frontflügel? Aber ein wunderbarer Ton.
Über den Film und die darin vorkommenden Autos gibt es viel zu erzählen, endlose Anektoden. Aber ich beschränke mich mal auf dieses: Der Lamborghini gehörte tatsächlich dem Produzenten. Und der hässliche Frontflügel dient nicht der Aerodynamik, sondern war ein Trick um für amerikanische Zulassungsbestimmungen die Mindestfronthöhe zu erreichen. Das Auto gibt es heute noch, aber nach dem, was ich zuletzt gehört habe, braucht er dringend eine Restaurierung. Für die nachfolgenden Sequels wurde eine Eröffnungsverfolgungsjagd mit einem Lamborghini Countach zum Markenzeichen, aber es erreichte nie wieder diese Klasse. Was unter anderem vielleicht auch daran lag, dass man später nur noch mit schlechten Nachbauten drehte.

Damit ist die Aera letztlich vorbei, als man noch auf Handarbeit setzte. Die beiden Favoriten wären ohne Hilfe aus dem Computer (und anderen Tricks, die die ersten drei nicht nötig hatten) nicht möglich gewesen:

Auf Platz 2:

Will Smith und Martin Lawrence jagen in einem Ferrari 550 (und Takeweise in einem Ferrari 575, dem Nachfolger) den Bösen hinterher. Und die werfen mit nicht nur mit Blei, sondern auch mit Booten und Autos nach ihren Verfolgern. Mike Lowrey bedauert es letztlich, mit seinem eigenen Auto darin verwickelt worden zu sein, es ist wohl einer der wenigen Filme, in denen man erfährt, was hinterher die Reperatur der dabei verursachten Schäden kostet 😉

Das ist auch genau die Verfolgungsjagd, in der die dämlichste Schiesserei vorkommt. Die Verfolgten haben sich in einer Massenkarambolage verfangen, in der viele Zivilisten und auch die Schwester des einen und Freundin des anderen verwickelt sind. Und Mike Lawrey schiesst aus einem driftenden Auto mit einer Uzzi in genau diese Menge. Wenn er seine Freundin umbringen will, hätte er auch gleich auf die Verfolgungsjagd als solche Verzichten können.

Der Cannonballproduzent ist übrigens nicht alleine. Zumindest der verwendete 550 stammt aus dem Privatbesitz des Produzenten dieses Films.

Das kann man vom Auto in der Verfolgungsjagd auf Platz 1 so nicht behaupten. So ein Auto gab es in Wirklichkeit nicht, bis es nach dem Film ein Schweizer gebaut hat.

Nur noch 60 Sekunden (Gone in 60 Seconds) – Der deutsche Titel übrigens ein Beweis, dass die deutsche Marketingabteilung sich den Film nicht mal rechtzeitig selbst angesehen hat 😉
Nicolas Cage stiehlt einen seltenen Shelby 500 GT, Bj 67 – aber Eleonor hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nicht fangen.
Als ich Eleanor in dem Film sah, war ich erstmal Baff. Ein Auto der American Iron, der Musclecar Generation – mit einer ausgezeichneten Strassenlage?
Aber obwohl diese Shelby Variante des Ford Mustangs mir bislang unbekannt war, sah ich schon am Fahrwerk, das er so unmöglich Orginal sein konnte, und im Making Of erfährt man auch, warum: Die Stuntmen haben sich geweigert, mit einem unmodifizierten Mustang zu drehen. Auch sind viele Szenen mit dem Auto doppelt so schnell abgespielt, wie in Wirklichkeit gedreht.

Aber ich hatte mein Herz schon an Eleanor verloren, und nicht nur ich. Den Mustang gabs in drei Karosserievarianten: Cabrio, Coupe und Fastback und die Fastbacks waren immer die unbeliebtesten. Bis nach dem Film, da wollte jeder einen haben. Das ging so weit, dass Ford selbst das Design des neuesten Models an dem klassischen Design der damaligen Fastbackversion und Details von Eleanor anglich.

Für den Film wurden etwa 12 verschiedene Varianten gebaut, jede hatte spezielle Vorzüge. Zwei lediglich auf Optik getrimmte Modelle überlebten. Eins behielt der Produzent, eines wurde für Werbung genutzt.

Das bedeutet, den Wagen, wie man ihn im Film sieht, gab es nicht in der Realität. Ein Schweizer war jedoch so begeistert, dass er das Filmauto exakt nachbaute, mit allen speziellen Details, bis hin zum genauen darauf achten, dass der Sound des Motors stimmt. Als er ihn vor ein paar Jahren verkaufte, war das sogar 20 min. einen Bericht wert.

Ja, die Gier nach Eleanors war so gross, das eine Miniserie ähnlicher Autos gebaut wurde, allerdings nicht von Shelby und unter dem Namen 500 GT E.

Natürlich gibt es eine Menge guter Autoverfolgungjagden und interessanterweise ist eines der Fahrzeuge, die am liebsten dafür verwendet werden, ein Mini.

Auch nicht geschafft hat es eine Filmreihe, die fast nur aus Autoverfolgungsjagden besteht: Bandit, Burt Reynolds mit seinem unvergesslichen Pontiac Firebird.

Und ich musste bei der Recherche an einen Film denken, der längst vergessen zu sein scheint. Killing Cars. Er enthält wohl die zwei kürzesten Verfolgungsjagden 😉
Jürgen Prochnow steigt nach einer missglückten Fussgängerverfolgung bei 1:10 vom Porsche Turbo auf ein Goggomobil um (1:14)

Kleiner Nachtrag: Das dürfte das Auto sein, das ich meinte. Er ist wohl nach Deutschland verkauft worden. Als sich der Erbauer davon trennte, lag der, durchaus angemessene, Preis leider beim zweifachen meines maximalen Budgets:

(mehr gibts im Youtubeprofilen von Peters Garage und GT500Eleanor)

20. September 2010

Zurück in der Zukunft

Posted in Gesellschaft um 16:22 von SarahAndrea Royce

1989 folgte der zweite Teil der Zurück in die Zukunft Trilogie, deren Handlung 1985 spielte.  Ich machte selbst vor kurzem eine kleine filmische Zeitreise und guckte mir diesen mal wieder an. Ich hab ihn damals im Kino gesehen und dann erst wieder Heute. Und das macht die ganze Sache spannend, wurde im Film doch die Zukunft 30 Jahre später (also 2015) gezeigt. Und wir sind ja fast da, Beziehungsweise im Endspurt.

    • Hohe Energiemengen aus Abfall

      Aus Abfall Energie gewinnen? Das gabs schon in den 80ern über Müllverbrennungsanlagen. Dann gibt es noch die Variante mit dem Komposthaufen (die Gährung erzeugt Hitze), Chemische Spannung direkt in den Früchten (auch schon in den 80ern, ich erinnere mich da an Gimmiks im Ypsilonn).
      Aber 1,3 Gigawatt (die der Flupskompensator braucht) aus einer so kleinen Menge? Hach wäre das schön.

      Mehre Kilowatt holen wir allerdings auf die ganz klassische Art der Verbrennung aus natürlichen Fetten und Alkoholen. Ach ja, das gabs schon vor 1985, aber nie in dem Ausmass wie Heute, wo Mexikaner schon Futterneid auf Autos entwickeln (das war etwas zynisch :-s)

    • Autos fliegen

      Ach, der Klassiker. Darf in keinem Science Fiction, der noch auf der Erde spielt, fehlen. Nur Minority Report war da etwas boden- und häuserständiger.

      Die andere Seite ist die: privater Luftverkehr mit der Selbstverständlichkeit, mit der wir in ein Auto steigen, gabs Regional auch schon vor 1985. Einfach da wo die Gegend extrem dünn besiedelt ist. Z.B. Alaska oder Australien.

    • Schlafinduktoren

      Treffer, nur bei weitem nicht so sanft, wie der Alphawelleninduktor im Film… was ich meine? Tazer.

    • Taschen, die sich elektronisch entriegeln lassen und die sich dann automatisch Öffnen

      Noch keine gesehen, aber auch eher eine Frage der Mode, möglich war das auch schon 1985, denke ich.

    • Auf die Minute zutreffender Wetterbericht

      Auch Kachelmanns Rehabitilation kann uns das nicht garantieren.

    • Selbstjustierende und -trocknende Kleidung

      Mal abgesehen von Stretchkleidung hab ich sowas noch nicht gesehen, im Film deutet die Geräuschkulisse auf etwas Pneumatisches hin. Eine Jacke hat ausserdem ein eingebautes Fönsystem. Technisch ist das möglich, und ich finde die Idee noch nicht einmal so schlecht, aber den Kleidungsherstellern ist das wohl ein zu teures Experiment.

    • Bionic Implantate

      In letzter Zeit gab es eine grosse Diskussion um „Neuroenhancer“. Gemeint waren allerdings chemische Lösungen. In der Medizin gibt es allerdings sogenannte Hirnschrittmacher, die jenachdem bei Ausfällen bestimmte Hirnregionen künstlich stimulieren können.

    • Verjüngungskuren mit frischen Organen

      Man streng sich ja an. Haut-und Knochen können schon künstlich gezüchtet werden, aber innere und äussere Organe in der Lifestylebranche? Da sind wir bei aller Stammzellenforschung noch mindestens, sagen wir mal 30 Jahre ( 😉 ) entfernt.

    • Alle Anwälte abgeschafft

      Wir haben noch 5 Jahre, streng dich etwas an, Gesellschaft! Und bitte Softwarepatente und geistigen Eigentum gleich miteinstampfen.

    • Miese Hollogramme

      Da bin ich hin und her gerissen… wer will schon miese 3D Hologramme? Es gibt stereoskope Bildschirme (noch sehr teuer) und 3D Techniken mit Brille für die Leinwand und wenn ich das richtig mitbekommen habe auch für Fernseher.

    • Spiele werden nicht mehr mit einem anzufassenden Interface gespielt

      Ich weiss gerade nur von eiem Spiel, das via Gehirnwellen gespielt wird, und das bläst nur einen Ball in die Luft. Dann gibts noch die Konsolenspiele mit Kamerasteuerung. Aber ehrlich gesagt macht mir die Steuerung der Wii, wo man auch was in der Hand hält, viel mehr Spass.

    • Baseballschläger Teleskopisch

      Nette Wirkung, praktischer Nutzen null. Für einen Baseballschläger im Spiel ist die Oberfläche untauglich und der ganze Sinn eines Basseballschlägers als Waffe liegt darin, dass man ihn als Sportgerät mitführen kann, ohne sich gleich ganz verdächtig zu machen. Hat dementsprechend auch kein Hersteller im Programm.

    • Hoverboards, mit Raketenantrieb

      Skateboards sind noch immer mit Rädern bestückt, und nur wenige Extremportler haben sich Düsenantrieb dazu genommen (meist dann aber am Körper getragen und nicht am Forbewegungsmittel)

    • Zeitvacuum

      Nein. Auch im Film irgendwie ein „Continuity Error“. Doc Brown könnte eine solche Technik herstellen, aber er spricht davon dass er Einstein (seinen Hund) in ein Zeitvacuum gegeben hat – Und er spricht  die ganze Zeit davon, dass er die Zeitreisetechnik nicht vermarkten, ja sogar zerstören will.

    • Lichtschalter akkustisch

      Gabs, niemand wollte es.

    • Fenster als Bildschirm

      Im Film sichtbar, eine Diafolie, die von einem Beamer bestrahlt wurde. Möglich dass sich der ein oder andere sowas gebastelt hat, aber ich denke, selbst den meisten Geeks würde das nicht gefallen.

    • Hovertechnik wird auch Medizinisch eingesetzt

      Sicher eine gute Idee, aber es gibt die Hovertechnik nunmal nicht 😦

    • Ferngesehen werden mehrere Kanäle – auf mehreren Röhrenbildschirmen

      Wieder ein ganz interessanter Punkt, der in den 80igern immer wieder Prophezeit wurde. Also erstmal fand ich es unverständlich, dass man nicht auf die Idee kam, Fernsehbildschirme dürften irgendwann mal flach werden (zumal das Telefon einen riesigen Flachbildschirm hatte).
      Irgendwie ging man damals davon aus, dass sich die Medienkompetenz in dieser Hinsicht weiter entwickeln würde, analog zu dem, was man heute „Digital Natives“ nennt, sozusagen eine Folge der „Multitelevision Natives“. Ganz von der Hand weisen kann man das nicht. Das Problem sind nicht die vielen Programme, sondern die Akkustik, die durcheinandergerät. Aber Multitäsking über mehrere Medien gibt es heute, und sie wird von vielen zunehmend als sehr negative Folge des Fortschritts gesehen, weil wir uns immer weniger auf eine Aufgabe konzentrieren können, wenn wir jederzeit über verschiedene Medien Kommunizieren und Konsumieren. Mehrere Browserfenster, Email, Chats, Handy usw.

    • Hydrator – Sprachgesteuert

      Natürlich sprachgesteuert. Technisch möglich, in der Realität aber total unpraktisch. (Siehe Handies mit Sprachwahl)

Videotelefonie

am verbreitetsten ist Skype

  • Fax im ganzen Haus

    Wozu um himmels willen braucht man X Faxgeräte in einem Haushalt? Selbst wenn es noch ein beliebtes Kommunikationsmedium wäre.

  • Walky Talky mit hoher Reichweite – als Kinderspielzeug

    Etwas Schwierig… denn als Doc die Dinger aus dem Kofferaum holt, sehen sie aus, wie aus einem 80er Kinderspielzeugladen. Allerdings haben sie im Film die Reichweite ausgewachsener CB-Funkgeräte. Übrigens hätte es ihnen gar nichts gebracht, wenn sie Handies (die man übrigens in der Zukunft nicht sieht, obwohl es Funktelefone schon in den 80ern gab) mitgebracht hätten, hätte ihnen das gar nichts gebracht, 1955 gab es definitiv noch kein Handynetz 😉 )

Wir sind den in uns gesetzten Erwartungen also offensichtlich doch etwas hinterher?

Nein, denn die entscheidensten und prägensten Entwicklung zur heutigen Zeit hin wurde übersehen: Das Internet. In der langen Entwicklung des Internets war übrigens 1989 ein ziemlich entscheidender Termin. Da gab es die ersten privaten Provider und das Cern mit dem HTTP Konzept wurde daran angeschlossen.

Der Effekt wurde übrigens im ersten Teil ein wenig selbstironisch Vorweg genommen. Doc Brown meint 1955: „Ich bin mir sicher, 1985 kann man Plutonium an jeder Strassenecke kaufen…“

8. September 2010

»Entspannen Sie sich. Ich werde Ihnen erklären, wie man reich wird.«

Posted in Second Life um 22:26 von SarahAndrea Royce

McCain in Eine Billion Dollar von Andreas Eschbach

Im Buch erklärt McCain der Hauptfigur die Hierarchie des Verdienens.

(1) Ganz am Anfang steht die „ehrliche Arbeit“.

(2) Etwas mehr verdienen die Facharbeiter, meist Dienstleister

Während ein Facharbeiter schon ganz gut verdienen kann, zum Beispiel wie ich in der Softwareentwicklung, kann er doch immer nur die eigene Arbeitskraft zu Markte tragen, und die eigene Zeit ist begrenzt.

(3) Diese Grenze durchbricht, wer Handel betreibt. Der Gewinn entsteht nicht mehr direkt durch die Arbeit, sondern durch die Marge und die Menge des Warenumschlags, und ist nicht direkt abhängig von der eigenen Arbeitszeit.

(4) Dennoch ist es noch immer nötig, eigene Arbeitsleistung einzubringen, es sei denn eine Person wird zum Unternehmer und bezahlt andere dafür, Arbeitsleistung zu erbringen.

Doch die wirkliche Freiheit, das leistungslose Einkommen, erziehlt nur wer
(5) Direkt mit Kapital handelt.

Als 2007 der Grosse Hype um Second Life war, wurde auch die Möglichkeit hochgelobt, in Second Life Geld zu verdienen. Es gibt eine eigene Währung, den Linden Dollar, der vor und zurück in andere Währungen getauscht werden kann, zu einem flexiblen Wechselkurs.

Viele Firmen sprangen dann auf den Zug auf, mussten unbedingt etwas in SL tun. Ob eine Werbetafel mit Link auf die Firmenhomepage oder virtuelle Verkaufsstände, alles wurde versucht. Und alles scheiterte. Woran? Im Gegensatz zu den schön präsentierten Zahlen gibt es bei weitem nicht genügend Bewohner. Seit 2007 hat es ungefähr doppelt so viele Benutzer, dennoch sind pro Tag nur etwa 50.000 bis 80.000 Bewohner angemeldet. Keine grosse Zielgruppe für reine Werbemassnahmen. Allerdings bedeutete ein Engagement in Second Life in dieser Zeit oft grosszügige Presseberichte.

Dennoch gibt es so eine Art Wirtschaftssystem und nicht Wenige holen aus Second Life ein kleines Nebeneinkommen. Ganz Wenige beziehen ihr Haupteinkommen daraus und ganz wenige, maximal Zehn, sind sogar wohlhabend geworden. Und bei den Einkommensmöglichkeiten dort zeigt sich McCains Hierarchie.

(1) Ganz unten stehen die ungelernten Arbeiten: Sitzen (Leute locken Leute an), Rollen wie Musiker oder Security spielen usw.
(2) Wer etwas länger im Spiel ist, und gute Erfahrungen hat, kann als Modell und vor allem im Dance und Escort Bereich etwas verdienen.
Aber all dies reicht eigentlich nur für lächerliche Einkommensbeträge, die meist noch im Centbereich sind, selbst da, wo „Escort“ zum Beispiel in Form von Voice in direkter Konkurrenz zum Reallife steht, mündet es nicht in vergleichbaren Einkommen. Dennoch gibt es einige, die sich mit dieser Facharbeit immerhin die Miete für ein wenig eigenes Land finanzieren.

(3) Handel zu betreiben ist Aufgrund der Inworld Regeln fast immer nur mit eigenen Produkten möglich, auch wenn einige sogenannte Vendoren erstellen, mit denen man Fremde Produkte in einem eigenen Laden (ein gemietetes Stück Land) anbieten, die eine Provision bei Kauf an den Besitzer weitergeben. Allerdings ist es Möglich, eigene Produkte im Onlineshop des Anbieters von Secondlife, XStreet einzustellen, ohne dass man Inworld (also in der virtuellen 3D Welt) einen eigenen Laden hat.

Allerdings unterscheidet sich der Handel mit eigenen Produkten hier etwas von seinem Realworld-Equivalent, weil man im Normalfall ein einmal erstelltes Produkt unendlich oft verkaufen lässt. Nicht Wenige haben sich so ein gutes Nebeneinkommen gesichert, auch wenn der Aufwandt meist dennoch nicht in einem wirklichen Verhältnis zur investierten Arbeitszeit steht. Es muss schon Leidenschaft für das Gestalten und Bauen dabei sein.

(4) Hier ist die Sache fast etwas umgekehrt, Unternehmer, also, Menschen die andere für sich arbeiten lassen, die Arbeitgeber für (1) und (2) also, verdienen selten viel. Das sind zum Beispiel Klubbetreiber oder Ladenbesitzer.

Wer „Inworld“ wirklich nennenswertes Geld verdienen will, muss mit Kapital handeln. In Form von Land oder Geld direkt. Und da findet man dann auch die wenigen „Berühmtheiten“, die so gerne als Vorzeigeerfolg genannt werden. Allen voran Anshe Chung.


Nachdem ich das alles so mal angeschaut hatte, merkte ich, dass (1) und (2) wirklich Unsinnig sind. Viele sehen Second Life als ein Spiel, und wenn sich doch der Wunsch einstellt, zu etwas Geld zu kommen (das eigentlich nur für sehr wenig Benötigt wird und man auch ganz gut ohne auskommen kann) arbeitet man Anfangs Stunden für umgerechnete Pfennigbeträge. Einmal die Gedankengrenze überwunden und Geld in Second Life eingezahlt, ist es allerdings wie im Real Life und man kann mit dem Geld, dass in SL selbst dann ungleich mehr Wert zu sein scheint, in Richtung der Investitionen erfordernden Einnahmequellen gehen. Und obwohl mir klar ist, dass es sich Finanziell kaum auszahlen wird, habe ich angefangen, Produkte herzustellen und über XStreet zu verkaufen. Zum Beispiel das Haar, dass ich oben Links trage oder Kleidung im unteren Bild, beides inspiert dirch die Nickelodeon Zeichentrickserie „Avatar, die Legende von Aang“. Doch dazu ein andermal mehr. Wer sich die Produkte „im Handel“ ansehen will, findet hier mein XStreet Händlerprofil:

https://www.xstreetsl.com/modules.php?name=Marketplace&MerchantID=915378

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